Evangelische Kirche Liebenscheid
Projektart
Außeninstandsetzung
Leistungsumfang
LP 1–3 und 5–9 HOAI
Bauherr
Evangelische Kirchengemeinde Liebenscheid
Auftraggeber
Evangelische Kirchengemeinde Liebenscheid
Schutzstatus
denkmalgeschützt
Status
in Planung
Zusammenarbeit
Ines Vetter (regionale Baubetreuung der EKHN), Ralf Gröninger (Gerüststatik und Statik), Malte Fuhrmann (artenschutzrechtliches Gutachten), Behrends & Koop Umwelt-Ingenieure GmbH (Schadstoffgutachten), Karoline Santowski (Restauratorin)
Ort
Liebenscheid liegt im nördlichen Westerwald, nahe der Grenze zu Hessen. Der kompakte Ortskern wird geprägt von historischen Hofanlagen und Bruchsteinmauern. Die Kirche bildet mit ihrem barocken Mansarddach und dem hölzernen Dachreiter den Mittelpunkt des Ortes und ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil des Dorfbildes.
Gebäude
Erbaut 1765, ist die evangelische Kirche Liebenscheid ein ländlicher Sakralbau des späten Barocks. Das dreiachsige Kirchenschiff mit massivem Mauerwerk trägt ein Mansarddach aus Eichenholz, in das der hölzerne Dachreiter integriert ist. Im Inneren spannen Flachdecke und umlaufende Emporen einen klar gegliederten Raum, der von handwerklicher Schlichtheit und konstruktiver Präzision geprägt ist.
Konzept & Eingriffe
Die geplante Sanierung konzentriert sich auf die Instandsetzung des historischen Dachtragwerks und die Erneuerung der Schiefereindeckung in altdeutscher Deckung.
Das barocke Dachwerk aus Eichenholz ist weitgehend bauzeitlich erhalten und wird aufgrund von Feuchteschäden und Holzfäule in Teilbereichen repariert. Untersuchungen von Ralf Gröninger zeigten vor allem an Eckstielen, Mauerlatten und Hängewerkstützen Schadstellen, die in handwerklicher Weise mit passgenauen Eichenholzergänzungen instand gesetzt werden. Die Regendichtigkeit der Dachflächen und die Wiederherstellung der Turmspitze bilden dabei zentrale Maßnahmen.
Die Schadenskartierung wurde in das verformungsgerechte Aufmaß integriert und bildet die Grundlage für das Sanierungskonzept. So wird die Dokumentation der Befunde unmittelbar mit der Planung verknüpft. Ein Ansatz, der die Präzision der Eingriffe und die Nachvollziehbarkeit der denkmalpflegerischen Entscheidungen unterstützt.
Die Instandsetzung sichert die historische Struktur und erhält die Kirche als identitätsstiftenden Mittelpunkt der Gemeinde.